Rechtliches

Datenschutz in der App

Das Wichtigste zuerst

1. Verantwortlicher

Digital Network Solution GmbH
Königsallee 27, 40212 Düsseldorf, Deutschland
E-Mail: [email protected]
Weitere Angaben im Impressum.

2. Konto und Anmeldung

Wenn du ein Konto anlegst, verarbeiten wir:

Bei Anmeldung über Apple oder Google speichern wir die stabile Nutzerkennung des jeweiligen Anbieters, um dich beim nächsten Login wiederzuerkennen. Passwörter der Anbieter erhalten wir nicht. Nutzt du „Mit Apple anmelden“ mit verschleierter Adresse, erhalten wir nur diese Weiterleitungsadresse.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Erfüllung des Nutzungsvertrags).

3. Deine Beiträge

Zu einem Besuchsbericht speichern wir:

Veröffentlichte Beiträge sind für alle Nutzerinnen und Nutzer der App sichtbar. Rechne damit, dass öffentlich zugängliche Inhalte von Dritten kopiert werden können.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

4. Standortdaten

Der Standort ist bei Vidivi kein Zusatz, sondern die Grundlage des Versprechens. Deshalb verarbeiten wir ihn an genau drei Stellen – und nur dort:

Beim Auslösen der Kamera

Im Moment der Aufnahme misst die App deine Position und übermittelt sie mit dem Upload. Der Server vergleicht sie mit den Koordinaten des Ortes und lehnt den Upload ab, wenn der Abstand zu groß ist. Gespeichert werden die gemeldete Position, ihre Genauigkeit und der berechnete Abstand zum Ort – damit die Prüfung auch später nachvollziehbar bleibt.

Beim Check-in („live vor Ort“)

Ein Check-in ist freiwillig, wird ebenfalls gegen die Ortskoordinaten geprüft und läuft nach der von dir gewählten Dauer automatisch ab. Während dieser Zeit ist für andere Nutzende sichtbar, dass jemand mit deinem Pseudonym vor Ort ist.

Bei der Suche nach Orten in der Nähe

Um dir Orte in deiner Umgebung vorzuschlagen, fragt unser Server benannte Orte im Umkreis bei OpenStreetMap ab (Overpass-API, overpass-api.de). Dabei werden Koordinaten deines Umfelds an diesen Dienst übermittelt. Die Anfrage geht über unseren Server, nicht direkt von deinem Gerät; eine Nutzerkennung wird nicht mitgesendet.

Kein Hintergrund-Tracking. Vidivi erhebt keine Standortdaten, während die App geschlossen ist, erstellt keine Bewegungsprofile und wertet deine Wege nicht aus.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO – ohne Standortprüfung ist die Kernleistung nicht erbringbar. Die Freigabe erteilst du zusätzlich über die Abfrage deines Betriebssystems und kannst sie dort jederzeit zurücknehmen; die App ist dann nur noch eingeschränkt nutzbar.

5. Bild-Metadaten (EXIF)

Fotos enthalten oft technische Zusatzinformationen. Wir lesen daraus – soweit vorhanden – GPS-Koordinaten, Aufnahmezeitpunkt und Kameramodell aus und speichern sie. Diese Angaben werden gegen die gemeldete Geräteposition und den Aufnahmezeitpunkt geprüft: Abweichungen sind ein starkes Indiz für ein untergeschobenes fremdes oder altes Bild.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Schutz vor Täuschung und Missbrauch).

6. Automatisierte Prüfung deiner Beiträge

Jeder Beitrag durchläuft vor der Veröffentlichung mehrere automatisierte Schritte:

Das Ergebnis jedes einzelnen Schritts wird gespeichert, damit Entscheidungen später nachvollziehbar und korrigierbar sind. Je nach Ergebnis wird dein Beitrag veröffentlicht, zur manuellen Nachprüfung zurückgestellt oder abgelehnt.

Automatisierte Entscheidungen, Art. 22 DSGVO. Diese Prüfung erfolgt ohne vorherige menschliche Beteiligung und kann dazu führen, dass dein Beitrag nicht sichtbar wird und dein Vidi-Score sinkt. Automatisierte Verfahren irren. Deshalb hast du das Recht, eine Überprüfung durch einen Menschen zu verlangen, deinen Standpunkt darzulegen und die Entscheidung anzufechten: [email protected]. Auch die Kennzeichnung in der App weist auf die automatisierte Einschätzung hin (Transparenzpflicht, Art. 50 EU-KI-Verordnung).

7. Vidi-Score und Stufen

Aus deinem Verhalten im Dienst berechnen wir einen Vertrauenswert. Jede Änderung wird mit Begründung in einem fortlaufenden Protokoll festgehalten – nichts wird still überschrieben. Der Wert steigt durch geprüfte Beiträge und erfüllte Live-Anfragen, sinkt bei bestätigten Verstößen und baut sich bei längerer Inaktivität langsam ab.

Deine Stufe – von Kupfer bis Palladium – ergibt sich im Verhältnis zu allen anderen Nutzenden. Sie kann sich also ändern, ohne dass du etwas tust. Die Stufe ist an deinen Beiträgen öffentlich sichtbar.

Das ist Profiling im Sinne von Art. 4 Nr. 4 DSGVO. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO: Ohne ein solches Maß wäre nicht erkennbar, wie verlässlich ein Beitrag ist – genau dafür existiert der Dienst. Ein Vidi-Score ist nicht käuflich und wird durch bezahlte Unternehmensaccounts nicht beeinflusst.

8. Live-Anfragen, Push und weitere Interaktionen

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b und f DSGVO, für Push Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.

8a. Diktieren von Kommentaren (Mikrofon)

Beim Schreiben eines Kommentars kannst du diesen freiwillig diktieren. Die Funktion startet ausschließlich, wenn du das Mikrofon-Symbol antippst, und endet, sobald du fertig bist – es gibt keine Aufnahme im Hintergrund.

Die Umwandlung von Sprache in Text übernimmt die Spracherkennung deines Geräts (Apple bzw. Google), nicht Vidivi. Je nach Gerät und dessen Einstellungen kann die Aufnahme dabei an Apple oder Google übertragen und dort verarbeitet werden; dafür gelten deren Datenschutzbestimmungen. Vidivi selbst erhält, speichert und überträgt keine Audioaufnahme – bei uns kommt nur der erkannte Text an, und auch dieser nur dann, wenn du den Kommentar anschließend veröffentlichst.

Du kannst die Zustimmung jederzeit widerrufen, indem du Vidivi in den Einstellungen deines Geräts den Zugriff auf Mikrofon und Spracherkennung entziehst. Die App bleibt vollständig nutzbar – Kommentare lassen sich immer auch tippen.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung durch Antippen und Systemfreigabe).

8b. Blockieren und Ausblenden

Du kannst Menschen blockieren und einzelne Beiträge ausblenden. Beides ist deine private Sichtbarkeitsentscheidung: Die betroffene Person wird nicht benachrichtigt und erfährt es auch sonst nicht von uns.

Beim Blockieren speichern wir, wer wen blockiert hat, und wann – keinen Grund und keinen Text. Die Blockierung wirkt in beide Richtungen: Ihr seht die Beiträge, Kommentare, Anwesenheit und Foto-Wünsche des jeweils anderen nicht mehr, und ihr könnt euch nicht mehr anstupsen. Deine Blockierliste siehst nur du, und du kannst jede Blockierung jederzeit im Profil wieder aufheben.

Bei einem anonymen Beitrag blenden wir bewusst nur diesen einen Beitrag aus, statt seine Verfasserin oder seinen Verfasser zu blockieren – und wir speichern dabei keinen Bezug zur Person. Der Grund: Würden wir die Person blockieren, verschwänden auch ihre übrigen, nicht anonymen Beiträge aus deiner Ansicht, und schon daran ließe sich ablesen, wer den anonymen Beitrag geschrieben hat. Aus demselben Grund bleiben anonyme Beiträge und Kommentare einer blockierten Person für dich sichtbar. Anonymität soll halten – auch gegen Rückschlüsse aus dem, was fehlt.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b und f DSGVO (Durchführung des Nutzungsvertrags und berechtigtes Interesse am Schutz vor Belästigung).

9. Empfänger und Auftragsverarbeiter

Mit diesen Dienstleistern bestehen Verträge zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, soweit sie in unserem Auftrag handeln. Deine Fotos werden zur Prüfung an die genannten Dienste übermittelt.

10. Übermittlung in Drittländer

Server, Datenbank und Bildspeicher befinden sich in der Europäischen Union, Server und Datenbank in Deutschland. Deine Fotos und Standortangaben werden also innerhalb der EU gespeichert.

In Drittländer übermittelt werden ausschließlich die Daten, die für die genannten Prüf- und Zusatzdienste nötig sind – vor allem Fotos zur automatisierten Prüfung, die Gerätekennung für Push-Nachrichten und die Zahlungsdaten von Unternehmensaccounts. Diese Übermittlung stützen wir auf Zertifizierungen nach dem EU-US Data Privacy Framework, andernfalls auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO). Ein dem europäischen gleichwertiges Datenschutzniveau kann trotz dieser Maßnahmen nicht in jedem Fall garantiert werden.

11. Speicherdauer

Wir löschen automatisiert nach festen Fristen:

Die Löschung nach festen Fristen übernimmt ein täglich laufender Vorgang, nicht ein Mensch, der daran denken muss. Blockierungen und ausgeblendete Beiträge haben keine solche Frist: Sie bleiben genau so lange, wie du sie stehen lässt. Prüfergebnisse verschwinden dabei unabhängig vom Beitrag: Nach einem Jahr wiegt die Speicherbegrenzung schwerer als die Nachvollziehbarkeit einer einzelnen Moderationsentscheidung – der Beitrag selbst bleibt bestehen.

12. Deine Rechte

Dir stehen Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch (Art. 21) zu, dazu das Recht auf menschliche Überprüfung automatisierter Entscheidungen (Art. 22, siehe Abschnitt 6). Eine formlose Nachricht genügt: [email protected].

Konto löschen

Du kannst dein Konto jederzeit direkt in der App löschen: Profil → Konto löschen. Gelöscht werden dein Konto samt Anmeldedaten, alle deine Beiträge mit ihren Fotos, deine Bewertungen, Kommentare und Check-ins sowie dein Vidi-Score mit seinem gesamten Verlauf. Deine Beiträge verschwinden damit auch für andere.

Wir behalten bewusst nichts in „anonymisierter“ Form zurück. Beiträge tragen die Aufnahmeposition und die Metadaten der Aufnahme, also eine Spur deiner Wege – sie stehen zu lassen und nur den Namen zu entfernen wäre ein Feigenblatt.

Beschwerde

Du kannst dich bei einer Aufsichtsbehörde beschweren, für uns zuständig ist die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen, Kavalleriestraße 2–4, 40213 Düsseldorf.

13. Mindestalter

Die Nutzung von Vidivi setzt ein Mindestalter von 16 Jahren voraus. Jüngere Personen dürfen den Dienst nur mit Einwilligung der Sorgeberechtigten nutzen (Art. 8 DSGVO).

14. Sicherheit

Die Übertragung zwischen App und Server erfolgt ausschließlich verschlüsselt. Passwörter speichern wir nur als Hash, Push-Kennungen geben wir über keine Schnittstelle heraus, und der Moderationszugang ist gesondert geschützt. Einen vollständigen Schutz vor allen denkbaren Angriffen kann niemand zusichern; wir arbeiten laufend daran.

15. Änderungen

Wächst der Funktionsumfang, passen wir diese Erklärung an. Wesentliche Änderungen kündigen wir in der App an.